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Elektroinstallation

Die Haustechnik
Eine zeitgemässe Elektroinstallation muss mehr leisten als nur das Licht an- und auszuknipsen. Gleichzeitig sind die Möglichkeiten im Altbau begrenzt, wenn man keine sichtbaren Kabelkanäle möchte und nicht alle Wände aufgerissen werden sollen. Und ausserdem musste meine Installation parallel zur Grundrenovierung erfolgen und durfte den Einzugstermin nicht nach hinten verschieben.

Elektroinstallation
Eine Revision der Elektroinstallation wurde aus mehreren Gründen notwendig. Ein Teil der Installation befand sich in Plastik-Kabelkanälen über den Fussleisten, die im Rahmen der Renovierung alle verschwinden sollten. Die Neuverlegung ist eine gute Gelegenheit, fehlende Steckdosen nachzurüsten und ggf. gleich die nicht überall vorhandene Erdleitung nachzurüsten. Der Einbau von zwei Doppelflügeltüren und die völlige Neugestaltung von Bad, WC und Wandschrank machte ausserdem an diesen Stellen eine neue Leitungsführung und zusätzliche Schalter erforderlich. Und schliesslich war da noch die Vorrüstung für elektrische Aussenjalousien.

EIB-Vorrüstung
EIB ist die Abkürzung für "europäischer Installationsbus" und ist ein herstellerübergreifender Standard für ein Bussystem zur Vernetzung von Hausinstallationskomponenten. Im EIB kommunizieren Sensoren und Aktoren über eine einfache Zweidrahtleitung, wobei an die Topologie keine besonderen Anforderungen gestellt werden: Stich- und Sternverbindungen können beliebig gemischt werden.

Motorsteuerung für Dachfenster
Die Dachflächenfenster befinden sich mit etwa 4m in unerreichbarer Höhe. Eine Motorisierung ist deswegen angebracht. Fenstermotoren von Velux arbeiten ebenso wie die Motoren für Velux-Jalousien und Rolläden mit 24V Gleichspannung, während normale Fensterrolläden mit 230V Wechselspannung arbeiten. Der Gleichspannungsmotor wird zweiadrig betrieben, die Polarität der angelegten Spannung entscheidet über die Laufrichtung. Bei den 230V-Motoren sind 3 Adern nötig (Null und zwei Phasen), und die spannungsführende Phase bestimmt die Laufrichtung. Aus diesem Grund benötigt ein 24V-Motor einen speziellen Aktor. Über die Velux-Tochter Windowmaster ist ein EIB-Aktor für 2 Motoren erhältlich, der auch zwei Binäreingänge für z.B. einen Windalarm oder einen Fensterkontakt enthält. Eine Alternative sind die 24V-Aktoren der gängigen Hersteller, z.B. Merten oder Siemens, die in der Regel vier Motoren ansteuern können, aber keine Binäreingänge enthalten. Je nach Zahl der Fenster und Bedarf an Binäreingängen muss man hier entscheiden, welche Lösung die günstigere ist.

Zusätzlich benötigt wird in jedem Fall eine korrekt dimensionierte 24V-Stromversorgung. Die Stromaufnahme des WMG520-Motors beträgt 1.6A, ein Jalousiemotor verlangt 0.8A, und der Rolladenmotor schluckt 1.2A. Windowmaster bietet ein vollständiges Programm an Stromversorgungen von 3A bis 8A an, allerdings eignen sich die Geräte nicht für die Hutschienenmontage. Spannungsversorgungen für Hutschienenmontage sind z.B. bei E/A oder reichelt erhältlich. Mein 4A-Modell von E/A macht sich gut im Kleinverteiler, nimmt mit 9TE aber eine ganze Menge Platz weg. Man hätte eben doch zum dreireihigen Verteiler greifen sollen!

Bei dieser Verschaltung ist die Stromversorgung immer eingeschaltet. Bei nur selten genutzten Motoren kann es sinnvoll sein, die Stromversorgung über einen Schaltaktorausgang mit Treppenhauslichtautomatik nur für jeweils 2 Minuten zu aktivieren. Es soll auch einen 230V/24V Konverter geben, der mir allerdings noch nicht untergekommen ist.

Nachtrag 2007: Velux hat inzwischen sein Motorenprogramm geändert. Zunächst wurden mit den Integra- Fenstern Motoren mit Infrarotfernbedienung geliefert, die zwar keinen unmittelbaren EIB- Anschluss zuliessen, von Bastlern aber umgerüstet werden konnten, indem der Motoranschluss nach Aussen gelegt wurde. Seit Mitte 2006 sind Integra-Fenster mit io-homecontrol Motoren ausgestattet, die über ein RF-Signal und ein proprietäres Protokoll fernbedient werden und die dazu nötige Steuerung gleich integrieren. Bei diesen Motoren gibt es keine einfache Möglichkeit mehr, den 24V-Ausgang des EIB-Aktors anzuschliessen. Velux wird zu diesem Zweck ein EIB-GAteway anbieten, das einen io-homecontrol Funksender enthält.

Rolladensteuerung
Eine Alternative zu Jalousieaktoren sind die Somfy EIB-Interfaces in Verbindung mit Somfy I-Line Motoren. Da herkömmliche Jalousieaktoren nur als Reiheneinbaugerät (für Hutschienenmontage) erhältlich sind, spart man sich so den zusätzlichen dezentralen Schaltschrank bzw. die Verdrahtung vom Schaltschrank zu den Jalousien.

EIB Teilinbetriebnahme
Eine schöne Eigenschaft einer EIB-Installation ist die Möglichkeit der schrittweisen Inbetriebnahme. So ist der Stand im Winter 2002: Der 8-fach Aktor kann die Räume im oberen Stockwerk vollständig versorgen, zur Zeit genutzt werden drei Ausgänge. Ausserdem vorhanden ist die Steuerung für 4 Veluxmotoren.

TV- und Rundfunkempfang
Normalerweise ersetzt die Satellitenschüssel die Fernsehantenne, und terrestrischer Empfang ist allenfalls für das UKW-Radio nötig. In unserem Fall wurde beides gefordert: Der Satellit bringt über Astra das deutsche Fernsehprogramm, der terrestrische Empfang bringt die französischen TV-Kanäle und das Radioprogramm. Die eleganteste Lösung besteht darin, beide Signale zentral in einen Multischalter einzuspeisen und vor Ort in den Antennendosen wieder aufzutrennen. So hat man nur ein einziges Koaxialkabel vom Multischalter zu jedem Empfangspunkt.

Der Multischalter hat einen Eingang für das terrestrische Signal, das in unserem Fall von einer Gemeinschaftsantennenanlage kommt, die bereits UHF, VHF und UKW- Bänder über eine Weiche kombiniert hat. Für den Satellitenempfang verfügt der Multischalter über mindestens zwei Einfänge, getrennt für horizontale und vertikale Polarisation. Modelle mit vier Eingängen erlauben den Anschluss eines Universal- LNBs, der sowohl das untere (analog genutzte) und obere (digital genutzte) Satellitenband getrennt in jeweils horizontale und vertikale Polarisation zur Verfügung stellt. Modelle mit noch mehr Eingängen können mehrere Satelliten einspeisen. Bei einer rein digitalen Anlage könnte man übrigens auch einen preiswerten Multischalter mit zwei Sat-Eingängen nehmen und nur die horizontale und vertikale Polarisation des oberen digitalen Bandes einspeisen. In diesem Sinne haben wir einen Universal-LNB mit 4 Ausgängen mit einem Multischalter mit nur zwei Sat-Eingängen kombiniert und erstmal nur die beiden Ausgänge für das untere Band angeschlossen. Beim Umstieg auf digitale Empfänger genügt dann ein Umstecken am Multischalter.

Die Antennendose hat drei Ausgänge für Satelliten-, TV- und Radioempfang. Weit verbreitet sind die Modelle der Firma Astro, für die es Abdeckplatten für alle gängigen Schalterprogramme gibt. Man hat die Wahl zwischen Stich- und Durchgangsdosen: Durchgangsdosen verfügen über einen Ein- und einen Ausgang und erlauben so eine Reihenschaltung mehrerer Dosen. Das Ziel einer Reihenschaltung ist nicht, alle Dosen gleichzeitig zu benutzen - das führt beim terrestrischen Anfang zu einer Beeinträchtigung der Signalqualität und beim Satelliten zudem dazu, dass alle Empfänger die gleiche Polarisationsebene empfangen - sondern in einem Raum mehrere alternative Aufstellorte für die Endgeräte zu haben. Stichdosen enthalten einen Abschlusswiderstand; Durchgangsdosen ohne angeschlossenen Ausgang müssen mit einem 75Ohm Widerstand abgeschlossen werden. Zu beachten ist allerdings, dass die Ausgangsdämpfung des terrestrischen Signals bei Stichdosen oft geringer ist als bei Durchgangsdosen, was bei schwachem Empfangssignal schon mal zu Beeinträchtigungen führen kann - man sollte also Durchgangsdosen nur verwenden, wo wirklich nötig.

Lautsprecher
Die schönste Unterputzinstallation nützt nichts, wenn überall Lautsprecherkabel rumliegen. Fast alle Hersteller bieten für ihre Schalterprogramme Lautsprechereinsätze an, allerdings sind das in der Regel DIN-Einsätze, die keine grossen Leitungsquerschnitte zulassen. Ausserdem sind diese Einsätze teuer und gemessen an der Grösse des Steckers relativ gross. Eine preiswerte Alternative besteht darin, Lautsprecheranschlussklemmen aus dem Elektronikversandhandel in die Abschlussleisten einzuarbeiten. Hier hat man die Wahl zwischen den grösseren Einzelklemmen, die üblicherweise in Lautsprechern eingesetzt werden, und den kompakteren Mehrfachklemmen, wie man sie an der Rückseite von Verstärkern findet. Bei mir kommen beide zum Einsatz; der Einbau in eine Abschlussleiste aus Holz ist mit einer Lochsäge oder einem Forsterbohrer einfach möglich, die meist rechteckigen Mehrfacheinsätze machen etwas mehr Arbeit. Bei 110mm hohen Leisten bleibt genug Platz für eine eventuelle Kabelführung in der Leiste. Für besondere Anforderungen können auch XLR-Buchsen eingesetzt werden, die besonders kompakt sind und sich mit ihrer Abschirmung auch für hochohmige Audioleitungen eignen. Ich verwende eine XLR-Verbindung für eine Midi-Schnittstelle. Gerne hätte ich auch eine USB-Schnittstelle verlegt, habe aber dafür keine Lösung gefunden.

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