Wohin?

Bulettenparadies

Das Bulettenparadies im Berliner Wedding, unweit der U-Bahn Osloer Strasse gelegen, zeichnet sich vor allem durch die kundenfreundlichen Öffnungszeiten aus. Bereits morgens um 8, wenn im nahegelegenen Sozialamt die Frühschicht beginnt, wird hier die Fritteuse eingeschaltet, und geht vor 3 Uhr früh auch nicht wieder aus. Die extra scharfen Zwiebeln gibt es für 4 Groschen Aufpreis, das dann notwendige Sixpack Schultheiss kostet 5,- DM (Stand Frühjahr 1995).

Bulettenparadies

Gaststätte Lommerzheim

Wer Päffgen vom Fass will und keine Lust hat, in den Brauereiausschank zu gehen, hat seit März 2008 wieder die Gaststätte Lommerzheim in Köln-Deutz als Alternative.

Lommi

Toronto

Im Toronto in der Schöneberger Crellestrasse wird noch richtig gekocht, alles ist frisch, und die Küche ist für Berliner Verhältnisse überwältigend. Sogar der Kuchen wird hier selbst gebacken, und den richtigen Wein findet man auch auf Anhieb. Sonntags gibt es ausserdem ein Frühstücksbuffet, für das auch Nicht-Schöneberger anreisen. Im Sommer kann man draussen sitzen und die Gründerzeithäuser drumherum bewundern. Unglaublich!

Toronto

Promo und Nola's

Alle reden von Friedrichshain, wir gehen stattdessen im zu Unrecht verkannten Moabit essen. Dort wo sich Dortmunder und Elberfelder Strasse treffen, an einem traumhaft ruhigen Platz, hat man die Qual der Wahl zwischen Promo und Nola's. Argumente für jedes Restaurant gibt es genug: Promo hat wirklich gute Elsässer Flammkuchen, bei Nola's gibt's Kölsch und Westküstenküche. Da sich die Öffnungszeiten überlappen, spricht nichts dagegen, in einem Laden anzufangen und im anderen aufzuhören.

Richardstübl

Wem der Prenzlauer Berg inzwischen zu arriviert ist, der findet im Richardstübl in der Neuköllner Richardstrasse unweit der Karl-Marx Strasse den Gegenentwurf: Hier wo Berlin noch authentisch ist, parken keine SUVs vor der Tür, und Italienischkenntnisse sind zum Lesen der Karte auch nicht nötig. Die in diesem Sommer wieder regelmässig veranstalteten Hartz-IV Wochen, bei denen alle Getränke für 1,50 zu haben sind, beweisen dass man sich hier um die wirtschaftliche Lage der Stadt keine Illusionen macht.

Les arts et metiers

Auch in Paris weiss man inzwischen, was eine happy hour ist, wenn es auch mit der korrekten Aussprache noch Schwierigkeiten gibt. Gleich gegenüber dem Conservatoire National des Arts et Metiers und nur zwei Schritte von der gleichnamigen Metrostation entfernt wird zwischen 19 und 21 Uhr das Bier einfach verdoppelt, was dann für französische Verhältnisse beachtliche 0.5l ergibt. Mittags gibt es ausserdem eine vielseitige Karte.

Café Titon

Currywurst mit Pommes, dazu ein Paulaner vom Fass? Normalerweise eine banale Sache, bisher in Paris aber ein Ding der Unmöglichkeit. Damit ist jetzt Schluss: Im Café Titon (am Ende der rue Titon im 12. arrondissement, in der Nähe der Metrostation Faidherbe-Chaligny) hat man diese kulinarische Lücke endlich geschlossen. Und das nicht ohne "french touch": Unsere Testesser bescheinigten der hier servierten Currywurst Bekömmlichkeit und eine gewisse Leichtigkeit, die man so in Berlin oder Bottrop nicht finden wird. Erwähnt sei aussserdem Beck's in Flaschen und die ebenfalls angebotene Röstbratwurst. Da wundert es nicht, dass man hier auch die aktuelle Ausgabe der Zeit lesen kann.